Klare Sicht – bei Tag und Nacht. Die Modelle L19R und H35R kombinieren einen 8K-Digitalsensor, Wärmebildtechnik und einen integrierten Laser-Entfernungsmesser im klassischen Fernglasformat.
Am 29. September 2026 hat Nocpix die neue OMNI-Serie auf dem deutschen Markt eingeführt. Die Multispektral-Ferngläser vereinen digitale Beobachtung bei Tageslicht und Dämmerung, digitale Nachtsicht mit IR-Beleuchtung und Wärmebild in einem Gerät. Sie richten sich an Jägerinnen und Jäger, die bei wechselnden Lichtverhältnissen beobachten und dabei je nach Situation unterschiedliche Bildinformationen nutzen möchten.
Per Tastendruck lässt sich zwischen Digital- und Wärmebildkanal wechseln, ohne das Gerät zu tauschen. Zur Wahl stehen zwei Modelle mit unterschiedlicher Wärmebildausstattung: das L19R für einen etwas breiteren Überblick und das H35R für eine detailliertere Beobachtung auf Distanz. Beide verfügen über denselben 8K-Digitalkanal und ein einheitliches Bedienkonzept.
Inhaltsverzeichnis
8K für den Blick auf feine Details
Das Herzstück des Digitalkanals ist ein Sensor mit 8192 × 6144 Pixeln, kombiniert mit einem 50-mm-F1,8-Objektiv. Die hohe Sensorauflösung schafft die Grundlage, um feine Strukturen im Bild darzustellen und auch beim digitalen Vergrößern mehr Details zu erhalten.
Für die jagdliche Beobachtung zählen solche Einzelheiten: die Zeichnung des Fells, die Konturen eines Geweihs oder die Körperhaltung eines Stücks Wild. Drei auf Tageslicht, Dämmerung und Restlicht abgestimmte Bildalgorithmen passen die Darstellung an die jeweilige Lichtsituation an.
Die Bezeichnung 8K bezieht sich dabei auf den Digitalsensor. Für die Betrachtung nutzt OMNI ein AMOLED-Display mit 1600 × 1200 Pixeln.
Eine zusätzliche Perspektive bei Dunkelheit
Der Wärmebildkanal ergänzt das digitale Bild um Informationen, die auf Temperaturunterschieden beruhen. Beide OMNI-Modelle arbeiten mit einer thermischen Empfindlichkeit von NETD ≤ 15 mK und einer Bildfrequenz von 50 Hz. Das unterstützt die Darstellung feiner Temperaturabstufungen und flüssiger Bewegungen.
Im Revier lassen sich so zunächst Wärmesignaturen wahrnehmen und anschließend – abhängig von Licht und Sichtbedingungen – im Digitalkanal weitere sichtbare Merkmale betrachten. Digitale Nachtsicht mit IR-Beleuchtung und Wärmebild sind dabei eigenständige Bildgebungsverfahren: Die digitale Nachtsicht nutzt reflektiertes Infrarotlicht, während das Wärmebild Temperaturunterschiede sichtbar macht.
Der integrierte Laser-Entfernungsmesser mit einer Reichweite von bis zu 1.000 Metern ergänzt die Beobachtung um eine konkrete Distanzangabe.
Vertraute Handhabung, durchdachte Bedienung
OMNI überträgt die Bedienung moderner Multispektraltechnik in ein klassisches Fernglasformat. Fokusregler und digitaler Zoomring liegen in Fingerreichweite; die Vergrößerung lässt sich in Schritten von 0,5× anpassen. Vier übersichtlich angeordnete Tasten erleichtern die Bedienung auch bei Dunkelheit oder mit Handschuhen.

Zur Ausstattung gehören außerdem elektronische Bildstabilisierung, ein Magnesiumgehäuse und rutschfeste Griffflächen. Für den Akkuwechsel im Dunkeln bietet OMNI ein polungsunabhängiges Batteriefach: Die austauschbaren 18650-Akkus können in beiden Polrichtungen eingesetzt werden.
L19R und H35R: Welches Modell passt zum eigenen Revier?
Die Wahl zwischen den beiden OMNI-Modellen richtet sich vor allem nach den typischen Beobachtungssituationen im Revier. Das L19R eignet sich besonders für den Überblick an Waldsäumen und auf Lichtungen. Das H35R richtet sich an Anwender, die häufiger weiter entfernte Feldränder oder offene Flächen genauer beobachten möchten.
| Wärmebildsystem im Vergleich | OMNI L19R | OMNI H35R |
| Sensorauflösung | 384 × 288 Pixel | 640 × 512 Pixel |
| Objektiv | 19 mm F0,9 | 35 mm F0,9 |
| Grundvergrößerung | 1,5× | 2× |
| Sehfeld auf 100 m | 24 × 18 m | 22 × 16,5 m |
| Charakteristik | Etwas größeres Sehfeld bei geringerer Grundvergrößerung | Höhere Sensorauflösung bei stärkerer Grundvergrößerung |


